Wahrheit oder Lüge

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Als Kind wurde mir beigebracht, dass lügen eine Sünde ist, dass mit jeder Lüge mein Herz ein Stückchen schwärzer werden würde … spätestens mit vier Jahren war mein Herz dann komplett schwarz.

Die Wahrheit kann auch eine Keule

sein, mit der man andere erschlägt

               Anatole France

Die Frage wo hört Wahrheit auf, wo fängt Lüge an, die beschäftigt mich in letzter Zeit sehr. Ist verschwiegene Wahrheit nicht auch schon eine Art der Lüge?

Wir verschweigen einen Teil unserer Wahrheit … vielleicht weil wir uns selbst nicht (wieder) verletzen wollen, vielleicht auch weil wir andere schützen wollen … die Wahrheit wird dadurch allerdings verfälscht, zur Lüge, zur Lebenslüge.

Warum tun wir das? Warum schützen wir diejenigen, welche uns Schlechtes getan haben?

Nur … können wir wirklich erwarten mit einer Lebenslüge glücklich zu werden?

Vielleicht ist es dies was man lernen muss … man kann nicht dauerhaft glücklich leben, solange man mit einer Lüge lebt.

Warum also räumt man nicht einfach auf? Warum überlegt man sich vor dem grossen “aufräumen” wen man damit verletzten könnte? Spielt das überhaupt eine Rolle, wenn man dadurch die Freiheit, das eigene Glück finden könnte?

Soll man wirklich die Lüge der anderen zu seiner eigenen Lüge machen?

Besonders schlau wäre das nicht, oder?

glücklich-traurig

Gedanken, Sangria unser Hund, La Palma 18 Comments

Ich bin glücklich-traurig. Ein wirklich blödes Gefühl und so schwer zu beschreiben.

  • Ich bin glücklich weil für Mika ein wirklich gutes Plätzchen gefunden werden konnte
  • Ich bin glücklich weil auch für Sipi ein sehr gutes Plätzchen gefunden wurde

Aber … ich bin auch traurig, weil dies bedeutet, dass ich mich bald, sehr bald schon trennen muss. Der Abschied ist so nah. Mika fliegt jetzt definitiv am Dienstag.

Irgendwie versuch ich immer nicht daran zu denken, was mir allerdings nicht so wirklich gelingen will.

Diese ewigen Trennungen und Abschiede, warum muss das eigentlich sein? Man sagt doch, dass im Leben nichts ohne Grund geschieht, dass wir aus allem was uns passiert, etwas lernen müssen.

Was soll ich denn aus diesen Trennungen lernen?

Dies ist jetzt das dritte Mal in meinem Leben, dass ich etwas verliere was mir wirklich sehr, sehr wichtig war …

Meine Güte bin ich so blöd, dass ich drei Anläufe brauche um zu lernen was ich zu lernen habe?

Herz Nomadin

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Der Kommentar von Marie hat mich ziemlich nachdenklich gemacht … Nomaden die das im Blut, sprich im Schicksal haben

Ja so ist es, genau so. Ich bin so. Wenn ich mir auch noch so sehr vornehme, dass ich nun wirklich für immer und ewig bleiben will wo ich bin … irgendwie schaff ich es doch nicht, nie.

So hatte ich beispielsweise schon zweimal ein eigenes Haus. Normalerweise bauen Menschen ihr eigenes Hause in der Annahme, dies sei nun ihr Wohnsitz für den Rest des Lebens. Dies ist bei mir natürlich auch nicht gross anders … trotzdem kommt es immer wieder anders als gedacht.

Okay, einmal bin ich wegen meiner Scheidung ausgezogen. Wer lebt denn schon nach einer Scheidung weiterhin friedlich unter einem Dach? … es mag Menschen geben die sowas können, ich nicht.

Und ich stell mir noch eine weitere Frage: Bin ich auch in Herzensdingen eine Nomadin? Nicht fähig eine lebenslange Beziehung zu führen?

Kann es sein, dass man als Nomade nicht nur durch die Welt getrieben wird, von einem inneren Verlangen, manchmal auch von den Umständen … sondern auch durch Beziehungen? Eine Herz-Nomadin?

Vielleicht bin ich eine rundum-Nomadin, getrieben von dem Verlangen nach Veränderung, nach dem Neuen …

Darüber werde ich mir bestimmt noch einige Gedanken machen, und vielleicht bringt es mich einen Schritt weiter auf dem Weg mich selber kennenzulernen … Danke Marie.

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kein Minarett, dafür Atomkraftwerke

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Was les ich denn da?

Die Schweizer SVP, die sich über den Ablick eines Minaretts so fürchterlich aufregen kann, fordert nun neue Atomkraftwerke … und dies hoppla-hopp auch noch sofort.

Natürlich weiss ich auch, dass wir alle Strom brauchen, und dass dieser auch irgendwoher kommen muss. Strom wächst schliesslich nicht auf Bäumen. Auch bin ich nicht gegen jeglichen stromfressenden Luxus. Auch ich schätze die Annehmlichkeiten eines Lichtschalters, auch ich habe einen Fernseher, einen Backofen und lass den PC fast 24 Stunden laufen.

Ich bin zwar der Meinung, dass wir manchen Luxus nicht wirklich brauchen würden … dass wir vielleicht mehr hätten, hätten wir weniger.

Sicher ist jedenfalls, ob viel oder wenig, wir brauchen Strom. Ob dieser aber wirklich vom Atomkraftwerk kommen muss?

Jahrelang habe ich in der Schweiz in unmittelbarer Nähe eines Atomkraftwerks gelebt. Zugegeben an den Anblick gewöhnt man sich irgendwann, einen Schaden habe ich (vermutlich) auch nicht davongetragen. Auch, was ich auch schon gelesen habe, dass Kinder in der Umgebung eines Atomkraftwerks lernschwach oder häufiger krank seien, kann ich nicht behaupten … Eigentlich kann ich aus meiner Zeit neben dem Atomkraftwerk von keinen negativen Erlebnissen berichten. Es gab, soweit mir bekannt ist, nie einen Unfall und über die Atommüll Entsorgung hab ich mir (ich gebs ja ungerne zu) nie Gedanken gemacht.

Falls die SVP die Lösung für das Entsorgungs-Problem gefunden haben sollte … okay. Da ich der SVP aber nicht zutraue dieses Problem gelöst zu haben …

… gilt für mich: Atomkraftwerke sehen nicht nur unschön aus, die sind auch gefährlich und langfristig gesehen eine Katastrophe.

Aber dies interessiert einige Politiker natürlich nicht. Schliesslich leben Menschen “nur” 70, oder 80 Jahre. Mal angenommen Herr SVP-Politiker ist grad mal 40 Jahre alt, dann bleiben ihm eh nur noch 30 oder 40 Jahre … und so lange wird es schon gut gehen, nicht wahr? Kurzfristig gedacht, würd ich mal meinen.

Eines ist jedenfalls sicher, ein Minarett in Nachbars Garten wäre mir persönlich lieber, als ein Atomkraftwerk.

Geburtstags-Stöckchen

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Da mein bevorstehender Geburtstag sowieso grad das Thema bei mir ist. Da ich wegen diesem in der ganz grossen Krise stecke … okay, vermutlich nicht nur wegen diesem, aber wegen diesem auch … denke ich, dass das Geburtstags-Stöckchen, das ich grad eben bei Coco entdeckt habe, ganz gut passt.

Dein Geburtstag:
28. Januar 1960

Link zum Cover der Bravo aus der Woche deines Geburtstages:
Guckt: Hier
(Quelle)

Der Song der auf Platz 1 der deutschen Charts war:
Unter fremden Sternen, Freddy
(Quelle)

Geburtstag einer prominenten Person (Jahr egal):
Takuma Sato, Formel 1-Rennfahrer (toll, am Geburtsdatum kanns also nicht liegen, dass ich eine so lausige Autofahrerin bin)
(Quelle)

Eine Nachricht die aktuell war (Jahr egal):
Jimi Hendrix tritt erstmals mit seiner Jimi Hendrix Experience in London auf (1967).
(Quelle)

Link der Auswertung von Charaktera:
Positiv: liebenswürdig, hilfsbereit, treu, ausgleichend, sehr aufgeschlossen, kontaktfreudig, energisch, zäh, unternehmenslustig, optimistisch, lässt sich nicht einengen, spontan, Individualist, freiheitsliebend, sucht das nicht Alltägliche/Neues, voller Energie, ausdauernd, vital, kultiviert, grosszügig, zuverlässig
Negativ: unpünktlich, wankelmütig, labil, herrschsüchtig, rechthaberisch, neidisch, emotional, unruhig, hektisch, vorlaut
Ihr chinesisches Tierkreiszeichen: Ratte
Ihr Geburtselement:Metall
Ihr Geburtspol:Yang
(Quelle)

Wer Lust hat nmmts mit … aber ich sag euch, es braucht mal wieder mehr Zeit als gedacht ;)

Herzlichen Dank

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Herzlichen Dank für die Kommentare die ich gestern und heute … und überhaupt … bekommen habe.

Immerhin haben sich zwei stille Leser gemeldet. Herzlich willkommen Kat und Brigitte auf meinem Blog, ich freu mich sehr.

Dass sich viele Leser nicht mal zu einem Hallo haben durchringen können, find ich schade. Man hätte ja trotzdem anonym bleiben können, ich hab weder Namen noch Anschrift oder gar Bild erwartet … ein kurzes Hallo, auch ich bin Leser hier hätte mich schon gefreut.

Naja über die stillen Leser werde ich mich halt weiterhin still freuen müssen, wobei still ja nicht so mein Ding ist. Aber ich kann ja weiter laut schreiben.

Zu Kvellis Vermutung kann ich nur sagen: Ich vermute mal, soviele Nachbarn die sich für mich interessieren und mich auch noch verstehen, hab ich hier gar nicht. Einige Nachbarn die hier mitlesen, kenn ich … die geben ihre Kommentare persönlich ab.

Ich sehe also, viele Blog-Leser möchten anonym bleiben, viele Blog-Leser möchten aber viel über den Blog-Schreiber erfahren, einige Blog-Schreiber erzählen persönliches, andere nicht.

Kurz und gut, die Bloggerwelt ist wie das reale Leben … jedenfalls nicht eintönig, und das ist ja auch gut so.

Wären wir alle gleich … das wäre ja nicht auszuhalten.

wer liest denn da

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Als Blog-Leser schätze ich es sehr, wenn ich in etwa eine Ahnung habe, wessen Blog, wessen Meinung ich da gerade lese. Ich verstehe natürlich, dass manche sich schwer damit tun, den Namen, die Adresse und vielleicht gar ein Bild zu veröffentlichen, da gibts auch bestimmt Gründe dies nicht zu tun. Trotzdem, ich find es angenehm wenn zumindest eine kurze Beschreibung zur Person zu finden ist.

Für mich ist das eine Art Freundschaft die hier entstehen kann, man lebt, leidet und freut sich mit. Das funktioniert bei mir aber nicht, wenn ich keine Ahnung habe mit wem mich diese Art Freundschaft verbindet.

Als Blog-Leser möchte ich also wissen wen ich besuche.

Umgekehrt ist das ganz ähnlich. Anhand der Blog-Besucher-Zahlen sehe ich, dass da einige Leser mehr sind, als diejenigen, die auch Kommentare schreiben.

Als Blog-Schreiber bin ich aber natürlich (ich bin ja schliesslich so oder so einfach ich) genauso neugierig wie als Leser. Und ich frag mich … wer liest denn da still und leise mit?

Ich freu mich natürlich über jeden Leser, auch über die stillen Leser. Nicht jeder muss Kommentare schreiben, das ist ganz okay.

Aber es wäre schön, wenn ihr heute mal einen schreiben würdet … ich würd mich freuen.

wenn ich nicht 50 werden will …

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Ich werde diesen Monat 50 Jahre alt, voraussichtlich, wenn nichts dazwischen kommt.

Man weiss nie … und eigentlich wollte ich ja gar nicht 50 werden.

Ich wollte aber auch schon nicht 20 und nicht 40 werden.

Ich war mir wirklich sehr sicher, dass ich nicht 20 werden würde. Als ich dann 20 war, war ich mir genauso sicher, dass ich nicht 40 werden würde. Als ich 40 war, war ich mir sicher, die 50 würde ich nicht schaffen …

Und jetzt … wenn ich nicht 50 werden will … dann muss ich sterben … aber schnell.

Ich hatte eigentlich immer das Gefühl, dass ich nicht mehr lange leben würde. Ich hab auch nie besonders gesund oder besonders vorsichtig gelebt, zeitweise nicht mal besonders gern.

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Zwischen diesen beiden Bildern liegen fast 50 Jahre.

50 Jahre die diesen unschuldigen kleinen Knopf … zu einer nicht mehr ganz so unschuldige Frau haben werden lassen.

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Und jetzt? … jetzt werde ich die nächsten Tage sterben müssen … oder ich erhöhe auf 60, und häng dann hier einfach in 10 Jahren noch ein weiteres Bild drunter.

Kinder - wie die Zeit vergeht - Stöckchen

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Bei Alexandra hab ich dieses Stöckchen entdeckt … ich finds ganz witzig, vorallem wenn die Kindertage schon so weit weg sind … tiefste Vergangenheit sozusagen.

Was wolltest du werden wenn du gross bist?

Erst Friseur, dann Fotografin, später Archäologin … nix vom dem bin ich geworden

Wen wolltest du heiraten?

Ich wollte nicht heiraten … auch daraus wurde nichts

Was war deine Lieblingseissorte?

Banane … dem bin ich treu geblieben

Dein Lieblingsspielzeug?

Fotoapparat

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Wovor hattest du Angst?

Keller … heute noch

Wer war dein/e bester Freund/in?

Daniela, wir lernten uns im Kindergarten kennen

Was war dein Lieblingsschulfach?

Wirklich toll fand ich nur die Pausen

Was war dein schlimmestes Schulfach?

Jedes … wenn ich mich richtig erinnere

Was war dein Lieblings Buch?

Frag mal Alice … Tagebuch eines 15-jährigen drogenabhängigen Mädchen. Ich war tief erschüttert, das Buch dürfte mit ein Grund sein, warum ich mich nicht für Drogen habe begeistern können (obwohl ich sonst jeden Mist mitgemacht habe)

Was wolltest du nie sein wenn du Erwachsen bist?

all das was die Erwachsenen damals waren … ich wollte anders sein

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Ja wirklich, weder Puppe noch Schweinchen waren mein Lieblingsspielzeug, es war wirklich der Fotoapparat.

musikalisches Stöckchen

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April hat ein musikalisches Stöckchen gebastelt … sie möchte von uns wissen:

  1. Gibt es Oldies, die dir immer noch gefallen? … oh ja viele, mein absoluter Favorit: House of the Rising Sun (The Animals), auch Lady in Black (Uriah Heep), oder Seasons in the Sun (Terry Jacks), oder In the Year 2525 (Zager and Evans) … da wären noch viele mehr
  2. Gibt es ein klassisches Musikstück, das du besonders magst? … je nach Laune höre ich auch klassische Musik, aber ein Musikstück, das ich besonders mag, gibt es nicht
  3. Gibt es etwas Mundartliches oder etwas in einer anderen Sprache als Englisch, das du gerne hörst? … als Schweizerin mag ich zwei oder drei Schweizer-Mundart-Hits, wie I hät no vil blöder ta (Gölä), oder Znüni näh (Stiller Has)
  4. Gibt es einen Musiktitel, der bei dir eine besondere Erinnerung hervorruft? …ja gibt es, ist aber keine schöne Erinnerung, Angie (Rolling Stones)

Mein absolutes Lieblingslied hat mich durch meine Jugendjahre begleitet … wie oft war ich da verliebt.

Die Jungs änderten, sie kamen und gingen, das Lied aber blieb

Falls ihr Lust habt, nehmt das musikalische Stöckchen doch auch mit

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