Chile Reise Norden - 8. Teil

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Während unserem Aufenthalt in Pichidangui haben wir einen Ausflug nach Los Vilos gemacht. Weil, ja weil ich irgendwo gelesen hatte, dass man in Los Vilos Seelöwen beobachten könne.

Gesehen haben wir vieles … nur keine Seelöwen.

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Gefahren sind wir über Strassen, die gar keine waren …

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natürlich immer mehr oder weniger dem Meer entlang …

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hier hatte ich die Seelöwen erwartet … sie mich allerdings nicht

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was hier wegflog gehört auch eher nicht in die Kategorie Seelöwe

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hier haben wir zwar See aber nach Löwe sieht das nicht aus …

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Trotzdem der Ausflug nach Los Vilos war schön …

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wir haben viel gesehen …

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Los Vilos, viele nicht seelöwenartige Tiere, wunderschöne Natur …

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und ein leckeres Sandwich, welches wir allerdings nicht sooo lange gesehen haben. Wie schnell sowas aber auch verschwinden kann …

Chile Reise Norden - 7. Teil

Chile Reise Norden 16 Comments

Nach unserem Besuch im Nationalpark, sind wir weiter nach Pichidangui gefahren. Pichidangui liegt nur rund 200 Kilometer von der Hauptstadt Santiago de Chile entfernt.

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Nur noch 200 Kilometer und ich konnte das riesige Auto wieder abgeben … ganz ohne Kratzer, jedenfalls keine für die ich verantwortlich gewesen wäre

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Soweit war es allerdings noch nicht, erst haben wir uns noch im gemütlichen Motel Pichidangui eingemietet

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in diesem tollen Bungalow. Sehr gemütlich, sehr schön, sehr einsam. Einsam nicht wegen der Lage, sondern weil wir die einzigen Gäste waren

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Es gab zwar einen Pool, und den haben wir sogar benutzt … aber stundenlang am Pool liegen, wenn das Meer direkt vor der Tür liegt, das geht ja nun auch nicht.

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Also auf zum ersten Spaziergang … und da wartete er auch schon, unser neuer Freund

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er wartete immer vor dem Hotel auf uns, begleitete uns auf den Spaziergängen und begleitete uns wieder zurück bis zum Hotel

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Wars beim ersten Spaziergang noch ein Hund … waren es beim zweiten dann schon zwei …

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… dann drei

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sie waren wirklich sehr treu, begleiteten uns überall hin und freuten sich über jedes Wort. Bisschen spielen und sie waren absolut glücklich. Nein, wir haben sie nicht mit Futter angelockt, wir hatten keine Hundeleckerli in der Tasche … sie kamen freiwillig, und sie blieben freiwillig

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Die Landschaft war wunderschön. Ich bin ja nun wirklich keine leidenschaftliche Spaziergängerin, aber hier musste man selbst mich nicht lange überreden. Auch ich bin freiwillig spazieren gegangen

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Abends wurde ich dann belohnt, mit einem Apero vor dem Kamin.

Okay, das Bild ist jetzt nicht der Hammer und müsste nicht wirklich gezeigt werden, aber die Geschichte die mir zu diesem Bild einfällt ist (peinlich-) lustig. Während wir hier unseren Apero genossen, hat der Kellner schon mal unsere Bestellung aufgenommen. Was bestellt man am Meer, klar, Fisch. Also bestell ich grossartig einen Fisch, welcher Fisch das war, den sie grad in der Küche hatten, hab ich natürlich nicht verstanden … macht doch nichts, ich nehm den … und ich nehm den ganzen. Ja nix Filet oder so, ich möchte den ganzen Fisch. Der Kellner, der gute Mann, hat ziemlich lange mit mir diskutiert, hin und her … doch ich bestand darauf, ich möchte den ganzen Fisch.

Welch Glück, dass manche Männer es wagen, Frauen zu widersprechen … oder ihre Wünsche gar zu ignorieren. Wie sich nämlich etwas später rausstellte, der Fisch in der Küche, wenn der noch ganz ist, dann ist der so ungefähr 3 Meter lang.

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Die Muscheln die ich anstelle des bestellten 3-Meter-Fisches serviert bekommen habe, waren jedenfalls sehr lecker.

Seit dieser Reise muss ich mir übrigens immer mal wieder anhören, dass es wohl besser wäre man würde nicht mich bestellen lassen. Als ob sowas nicht jedem mal passieren könnte.

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Zugegeben, manche bestellen immer nur soviel wie sie auch essen können … und sie bestellen nie Erizo (den gschluderigen Seeigel) den sie dann nicht essen können

Was soll’s? … wer nicht wagt, der nicht gewinnt … oder?

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Ach ja und Hundi wartete auf morgen, auf den nächsten Spaziergang am Strand

 

Chile Reise Norden - 6. Teil

Chile Reise Norden 7 Comments

Von La Serena ging die Reise weiter nach Pichidangui. Unterwegs haben wir einen Abstecher zum Nationalpark Bosque de Fray Jorge gemacht. Bekannt und sehr eindrücklich ist hier der Nebelwald.

Der Nationalpark ist rund 10.000 Hektar gross, der Nebelwald ist allerdings nur ein kleiner Teil des Nationalparks, welcher übrigens als Biosphärenreservat der Unesco gilt.

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Dass hier in dieser ansonsten trockenen und kargen Gegend ein saftig grüner Wald wächst, wirkt erst etwas irritierend. Die Erklärung warum gerade hier der Wald wächst, ist aber einleuchtend.

Täglich, vorallem nachmittags steigen hier die Küstennebel auf, wodurch dieses Gebiet natürlich viel mehr Wasser abbekommt, jedenfalls genug um den Nebelwald grün zu halten.

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Etwas “schwierig” war die Strasse. Nicht nur, dass diese natürlich eher ein Feldweg war … ist ja klar, schliesslich waren wir in einem Nationalpark … die Strasse stieg aber zeitweise richtig steil an … und da waren auch Löcher, die gekonnt umfahren werden mussten. Eine echte Herausforderung bei meinem Fahrstil …

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Unterwegs begegneten uns immer wieder Tiere, grosse und kleine …
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die waren auch alle sehr zutraulich …

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guckten uns manchmal etwas schräg von der Seite an. Als ob wir … naja lassen wir das, eventuell könnten sie ja recht haben …

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Der Blick über den Nationalpark war fantastisch …

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der Spaziergang durch den Nebelwald ebenfalls …

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selbstverständlich nur den kleinen Rundgang … anstrengende Wanderungen sind nichts für unsportliche Frauen

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Aber die wunderbare Aussicht konnte man schliesslich auch so geniessen.

Etwas speziell waren die Öffnungszeiten des Nationalpark Fray Jorge. Geöffnet war nämlich nur Samstag und Sonntag. So mussten wir die Weiterreise von La Serena nach eben diesen Öffnungszeiten richten. Gut dass wirs getan haben … der Abstecher zum Nebelwald war ein tolles Erlebnis.

Chile Reise Norden - 5. Teil

Chile Reise Norden 11 Comments

Die 500 Kilometer von Caldera nach La Serena waren für uns die letzten Kilometer durch die chilenische Wüste.

Bei La Serena fängt die Wüste an, respektive hört sie wieder auf.

Wir hatten ein schönes Cabaña gefunden und uns da für vier Tage eingemietet …

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nicht nur dass das Cabaña sehr schön war, auch die Lage war perfekt

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direkt gegenüber … Meer, Strand und Strandrestaurant. Was will man mehr?

La Serena gilt als zweitälteste Stadt Chiles, hat rund 150.000 Einwohner, kaum Regentage und wunderschöne Sandstrände. Auch gibt es rund um La Serena viele lohnenswerte Ausflugsziele. Kein Wunder haben wir hier so viele Hotels und Bungalow-Anlagen entdecken können, La Serena scheint der ideale Urlaubsort für einen etwas längeren Aufenthalt zu sein.

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Die Stadt ist gemütlich …

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aber nicht langweilig. Man kann vieles entdecken, besichtigen und erleben.

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Kirchen, typische südamerikanische Märkte, moderne Shopping-Center …

da braucht Frau zwischendurch mal einen leckeren …

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Cortado … bevors zum nächsten Markt geht.

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Dieser Markt in La Serena war sehr ordentlich, sehr aufgeräumt, sehr schön … fast schon zu aufgeräumt. Vermutlich halt der typische Touristenmarkt …

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Sehr schön und sehr ruhig wars am Strand … mag daran liegen, dass noch Vorsaison war und die Temperaturen noch nicht wirklich zu einem Bad im Pazifik einluden …

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ja es war kühl und windig … kein Badewetter … oder doch?

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ja es gibt Leute, die trotz gefühlten 5° Wassertemperatur einen Sprung ins kühle Nass wagten (anschliesssend allerdings direkt unter die heisse Dusche flüchteten) …

… und es gibt Leute, die nur gerade mal die Füsse badeten (und dabei schon kurz vor dem erfrieren standen, zumindest wenn man dem “Gejammere” glauben kann)

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im Hintergrund sieht man Coquimbo, ebenfalls eine Stadt im Kleinen Norden Chiles. Coquimbo ist nicht nur Hafenstadt, Coquimbo soll auch Wallfahrtsort sein.

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über der Stadt das Wahrzeichen, das Kreuz des dritten Jahrtausend, welches rund 92 Meter hoch sein soll, nachts beleuchtet ist und sehr schön aussieht.

Auf dem Markt gekauft, und gleich mal ausprobiert …

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um ehrlich zu sein … Töne kamen da keine raus, jedenfalls keine wohlklingenden ;)

Wir hatten uns eigentlich einige Ausflüge ab La Serena vorgenommen. Beispielsweise wollten wir unbedingt ins Valle del Rio Elqui, nach Vicuña (das Geburtshaus und Museum von Gabriela Mistral besichtigen), und nach Pisco Elqui (Pisco-Fabrik besichtigen). Ausserdem soll nirgends auf der Welt der Sternenhimmel so klar und schön sein, wie hier. Hier hätte man auch schon öfters UFOs gesehen, laut meinem Reiseführer gibt es da sogar einen offiziellen UFO-Landeplatz.

La Serena selber bot allerdings soviel schönes und sehenswertes, dass wir die vier Tage das Auto haben stehen lassen …

Wer weiss, vielleicht kommen wir ja eines Tages zurück, dann werden wir ganz sicher auch ins Valle Elqui fahren, ja bestimmt!

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Abend für Abend ein wunderschönes Schauspiel … der Sonnenuntergang, wenn die Sonne im Meer versinkt, wenn es Nacht wird … und das nächste leckere Abendessen schon wartet.

Chile Reise Norden - 4. Teil

Chile Reise Norden 12 Comments

Von der grossen Hafenstadt Antofagasta, reisten wir weiter zur rund 500 km entfernt gelegenen kleineren Hafenstadt Caldera …

Viel sieht man während der Fahrt nicht. Wüste, Sand, Einsamkeit … ab und zu mal eine Tankstelle, und wieder Wüste, Sand, Einsamkeit …

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Zugegeben, dass ich die Strasse fast für mich alleine hatte, kam mir natürlich schon gelegen. Ohne Autos hinten und vorne, ohne Gegenverkehr werde sogar ich manchmal richtig mutig und drück das Gaspedal richtig durch …

Klar, ganz alleine ist man natürlich nicht, LKWs sind unterwegs und … die Eisenbahn

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mit etwas Glück kommt man genau dann zum Bahnübergang, wenn einer der wenigen Züge anrauscht. Ist wohl fast wie ein Sechser im Lotto … wobei ich sagen muss, dieser wäre mir schon lieber gewesen.

Genaugenommen fährt man ja eigentlich am Meer entlang, manchmal kann man sogar einen Blick drauf werfen und selten, sehr selten findet man einen Badestrand, irgendwo mitten im Nirgendwo …

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Wirklich schön gemacht und vermutlich im Sommer von Durchreisenden auch gerne besucht …

Rund 110 km vor Caldera liegt der Parque Nacional Pan de Azucar. Der an der Küste gelegene Nationalpark umfasst rund 44.000 Hektar. Beim Informationsbüro hat man uns kurzerhand einfach den Schlüssel in die Hand gedrückt … und so konnten wir den Park ohne Begleitung besichtigen …

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Die Strasse führte uns nicht nur rein in der Park, sondern auch rauf auf den Hügel (die höchste Stelle soll auf 900 Meter über Meer liegen) …

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Erstaunlich was hier alles wächst und lebt … Es soll hier bis zu zwanzig verschiedene Kakteenarten geben …

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aber die wollt ihr jetzt vermutlich nicht alle sehen. Und um ehrlich zu sein, ich komm auch nicht auf zwanzig verschiedene Arten auf meinen Bildern … mir scheint es sind doch immer wieder die gleichen … hätte ich beim fotografieren mal besser drauf achten sollen …

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Auch Tiere sollen hier leben, Füchse und Guanacos, also Lamas, die haben wir aber nicht gesehen … vermutlich haben sie mich gehört und sind schnell verschwunden. Auf der zum Nationalpark gehörenden Insel Pan de Azucar sollen auch Pelikane, Kormorane, Robben und Humboldtpinguine leben. Die Insel darf aber nicht betreten werden, was absolut richtig ist.

Nach weiteren rund 100 km Fahrt haben wir Caldera erreicht …

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Eine kleine ruhige Hafenstadt … allerdings stellte sich dann raus, hier kann man viel mehr erleben, als dass man eigentlich erwarten würde

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Die Hosteria war okay …

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der Garten schön …

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die Aussicht … naja

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zumindest hatten wir Hafensicht.

Dass in einer Hafenstadt vorallem Fisch auf dem Speiseplan steht, wen wunderts? Dass Frau bestellt ohne die geringste Ahnung zu haben was sie bestellt, wen wunderts? Ja ich hab “Erizo” bestellt … ich meine, hört sich doch gut an, oder? Die kleine Hafenkneipe war gemütlich, die nette Frau die uns begrüsste auch … naja man muss schon gemütlich sein, wenn man für alles zuständig ist und trotzdem nicht die Geduld (mit mir) verliert. Sie hatte mich vermutlich, ich bin mir nicht sicher, noch gewarnt als sie meine Bestellung annahm … hat mir aber dann den rohen Seeigel mit einem unschuldigen Lächeln serviert. Meine Güte, roher Seeigel … ich bin wirklich nicht heikel, aber ich konnte mich nicht überwinden …

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und als ob der Seeigel für diesen Tag noch nicht “Schreck” genug gewesen wäre … hab ich in diesem Bett auch noch einen meiner schlimmsten Schreckmomente erlebt.

Nein soviel Wein hatte ich doch gar nicht getrunken und trotzdem … die Welt um mich schien sich plötzlich zu drehen, bebte, schaukelte … es krachte und knarrte überall. Erdbeben? Nein, sowas kennt Frau noch nicht, und schon gar nicht so heftig. Und was macht Frau? Der ist das nun echt egal wie spät es schon ist, und dass sie vermutlich nicht mehr ganz “korrekt” gekleidet ist. Frau weiss nur, bei Erdbeben muss man ins Freie, so schnell als möglich … also rennt Frau los. Am Empfang steht der Chef des Hotels, oder was immer der gute Mann auch war … und was macht Mann? … wow der lächelt. Der hat vielleicht Nerven, findet Frau … und fragt aufgeregt und in schlechtestem spanisch, ob er denn grad eben das Erdbeben nicht bemerkt hätte …

Doch klar hat er. Allerdings erklärt er dann, dass dieses Erdbeben zwar heftig war, aber absolut keine Seltenheit hier in Caldera. Toll, cool … naja zumindest hatte Mann was zu lachen … und Frau auch, schliesslich muss man auch über sich selber lachen können, oder?

Und ausserdem, am nächsten Tag sind wir ja abgereist … nein, wiedersehen werden wir uns bestimmt nicht.

Chile Reise Norden - 3. Teil

Chile Reise Norden 10 Comments

Nach drei Tagen mussten wir San Pedro wieder verlassen. Man hätte noch viele Ausflüge machen können, beispielsweise El Tatio, das höchstgelegene und drittgrösste Geysirfeld der Welt, hätte ich gerne gesehen. Allerdings hat mich das “höchstgelegene” von einer Besichtigung abgehalten. Das Geysirfeld liegt laut Reiseführer auf 4290 Meter über Meer. Spätestens ab 3000 Meter über Meer bekomme ich Kopfschmerzen, leide unter Übelkeit und Schwindel.

So ging es dann von San Pedro de Atacama

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wieder entlang der Wüstenstrasse

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vorbei an Calama. Calama gilt übrigens als der trockenste Ort der Erde. Jahresniederschlag gleich Null, Vegetation so gut wie keine. Calama selber dürfte für Touristen nicht wirklich sehenswert sein. Allerdings liegt die Stadt Chuquicamata (seit 2004 eine Geisterstadt) nur rund 15 Kilometer von Calama entfernt. In Chuquicamata ist die grösste Kupfermine der Welt. Chuquicamata bei Wikipedia. Wir hätten die Kupfermine besichtigen können, da die Führung aber schon um 9 Uhr beginnt … was soll ich sagen? Ich hab keine Fotos, ich hab die Führung geschwänzt. Um diese Zeit bin ich einfach noch nicht wirklich fit.

So sind wir also an Calama vorbei, direkt nach Antofagasta gefahren.

Antofagasta liegt direkt am Meer. Irgendwie sehr speziell, hinten nur Wüste, vorne nur Wasser.

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Unser Blick vom Hotelzimmer. Nach den Tagen im ruhigen, gemütlichen und sandigen San Pedro, erschien mir Antofagasta nicht nur “nass”, sondern auch sehr, sehr hektisch. Aber auch schön …

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Natürlich waren wir auch am Hafen …

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und da natürlich auch beim Markt. Ich liebe diese Märkte, dieses lebhafte und doch gemütliche … die Farben und selbst die Gerüche, wenn diese auch manche als sehr unangenehm empfinden, ich finds schön …

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auch Kätzchen hätte da gerne eingekauft …

Ich kann mich erinnern, dass der eine oder andere Fischhändler noch fast lieber gesehen hätte, wir hätten die Katzen mitgenommen, statt Fische gekauft. Wir haben beides nicht gemacht.

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Obst ja … Obst kann man ja überall essen, da braucht man weder Küche noch Pfanne.

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Den Fisch überliessen wir aber den anderen …

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Einige dieser “anderen” haben sich da auch wirklich sehr gefreut … da kamen ganze Familien und warteten auf die Abfälle und die Reste vom Markt

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Die Seelöwen waren wirklich süss. Ich hatte vorher nie Seelöwen in Freiheit so nah gesehen …

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Wir haben später wieder welche gesehen, immer wenn wir irgendwo am Meer zum Markt gingen … da liessen sie nie lange auf sich warten

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Wir hatten noch lange Kaffee getrunken, den Seelöwen zugeschaut … bis irgendwann die Markthalle leerer und leerer wurde … und sich auch die Seelöwen Richtung offenes Meer verabschiedeten. Bis zum nächsten Tag vermutlich. Und wir verabschiedeten uns auch … es war spät geworden.

Chile Reise Norden - 2. Teil

Chile Reise Norden 9 Comments

Während unserem Aufenthalt in San Pedro de Atacama haben wir nicht nur das Oasendorf, welches wirklich auch alleine schon einen Besuch wert wäre, besichtigt.

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Südlich von San Pedro de Atacama liegt der Salar de Atacama. Der Salar de Atacama, liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 2300 Meter über Meer, und ist mit einer Fläche von rund 3000 qkm, der grösste Salzsee in Chile, und der drittgrösste Salzsee überhaupt.

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Der Salar de Atacama ist kein Nationalpark. Einzelne Gebiete gehören allerdings zum Reserva Nacional Los Flamencos, so auch das Gebiet um den Lago Chaxa, welcher rund 50 km südlich von San Pedro de Atacama liegt, und laut Reiseführer auch der schönste Teil des Salar de Atacama sein soll.

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Manchmal hatte man wirklich den Eindruck, hier liege mitten in der Wüste Schnee …

Auch das Valle de la Luna gehört zum Reserva Nacional Los Flamencos. Das Valle de la Luna liegt nur rund 15 km von San Pedro entfernt … und irgendwie sieht es da wirklich aus wie auf dem Mond.

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und nach stundenlangem durch-die-Wüste-wandern ist Frau dann nur noch erschöpft, müde … aber auch sehr glücklich, und braucht ganz dringend einen Liegestuhl … soviel Eindrücke, die müssen verarbeitet werden …

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Chile Reise Norden - 1. Teil

Chile Reise Norden 10 Comments

Es war der letzte Flug am 29. April 2000 ab Zürich - Kloten

 

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welcher um 22.45 Uhr startete und uns, nach einer kurzen Zwischenlandung in Sao Paolo, nach Santiago de Chile brachte.

 

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Fast endlos schien der Flug zu dauern (wenn ich mich richtig erinnere, müssen das rund 17 Stunden gewesen sein), und selbst wenn man wie ich gerne fliegt, irgendwann ist man dann doch froh sein Ziel erreicht zu haben.

 

Wir hatten uns für diese eine spezielle Autovermietung entschieden, weil dies die einzige war, welche uns einen Suzuki Vitara zugesichert hatte. Ja ich wollte unbedingt so einen Suzuki haben … Der Suzuki der dann am Flughafen von Santiago bereitstand, der sah irgendwie anders aus …

 

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Und da stand auch nicht Suzuki drauf … sondern Toyota … komisch! Erst hab ich natürlich versucht zu reklamieren, wollte mich durchsetzen … was soll denn eine so kleine Frau, mit einem so grossen Auto? Kurz und gut, ich hab mich nicht durchsetzen können, sass etwas tief und blickte zwischen Armaturenbrett und Lenkrad durch. Spätestens als wir aus Santiago raus waren, war dies auch für mich kein allzu grosses Problem mehr …

 

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Die Strassen waren gut, breit und meist leer … da werde sogar ich zur guten Autofahrerin.

 

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Nach 1670 Kilometer, 2 Tagen und einigen wenigen Stunden später, sind wir dann in San Pedro de Atacama angekommen. Etwas erschöpft aber glücklich …

 

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In San Pedro de Atacama, einem Oasendorf in der Atacamawüste, soll sich schon vor 11.000 Jahren, mit der Atacama-Kultur, eine der ältesten präkolumbischen Kulturen entwickelt haben.

 

Die durch den trockenen Wüstenwind konservierten Gräber und Mumien kann man im Museum in San Pedro besichtigen …

 

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Das Oasendorf San Pedro zählt rund 1000 Einwohner, darunter ziemlich viele Aussteiger. Unter den Touristen viele Rucksack-Touristen … allerdings gibts wie überall, auch hier ein total schickes Luxushotel. Wir waren nicht Gäste dieses Luxushotels, weder hätten wir uns dieses leisten können, noch hätten wir optisch da reingepasst, und wohl wär mir da bestimmt auch nicht gewesen.

 

Ich hab es geliebt, nachts auf den Dorfplatz zu gehen und den wild und ganz zufällig zusammengewürfelten Gruppen zuzuhören, die sich hier für einen Abend getroffen hatten um zu musizieren.

 

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Ab San Pedro haben wir viele Ausflüge in die Wüste unternommen … zum Salar de Atacama, ins Valle de la Luna.

 

Davon dann später mehr …

 

 

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