Donnas Schreibprojekt November

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Mein Beitrag zu Donnas Schreibprojekt November 2009

Kalte Novemberluft schlug ihr entgegen, als sie, die Tasche fest umschlingend, durch die Tür ins Freie trat. Der Flug war lang gewesen, die Flugzeugluft wie immer sehr trocken und zu warm. Normalerweise flog sie gerne, aber diesmal war alles anders gewesen. Sie war froh wieder festen Boden unter den Füssen zu haben, froh wieder daheim zu sein, selbst die Kälte störte sie nicht.

So Georg nun haben wir es geschafft, der Flug war etwas mühsam, nicht wahr? Dass ihr Georg nicht antwortete erstaunte sie nicht, das war sie sich seit Jahren schon gewohnt. Wie oft schon war es ihr vorgekommen, als ob sie Selbstgespräche führen würde, manchmal hatte sie sich sogar selber geantwortet. Für sie war also schon im vornherein klar, sie würde keine Antwort bekommen, und so redete sie ohne auf Antwort zu warten, weiter.

Lass uns ein Taxi nehmen, mit den beiden grossen Koffern ist die Busfahrt zu umständlich entschied sie und ging zielstrebig auf das nächste wartende Taxi zu. Die Fahrt dauerte nicht lange, der Taxifahrer war sehr hilfsbereit, trug sogar die schweren Koffer ins Haus.

Endlich wieder daheim, nur drei Wochen waren sie weg gewesen, aber ihr erschien es wie eine Ewigkeit.

Erst war sie begeistert gewesen, als Georg ihr von seinem Plan, von der Reise nach Afrika, erzählt hatte. Dann aber waren die Bedenken gekommen, sie waren schliesslich nicht mehr ganz jung und sie war auch nicht mehr ganz gesund. Ob die Strapazen einer solch anstrengenden Reise nicht zuviel für sie waren, ob sie die verschiedenen Impfungen, die Medikamente welche Afrika Reisende nehmen mussten, überhaupt vertragen würde. Sie hatte sich Sorgen gemacht, Georg nicht, kein bisschen, verständlicherweise, denn er war ja gesund, wie immer fit und erstaunlich munter für sein Alter.

Wie immer hatte er ihre Bedenken zwar zur Kenntnis genommen, aber nie was dazu gesagt. Er hatte sie reden lassen und allerhöchstens mal mit dem Kopf genickt.

Irgendwann hatte sie dann der Reise zugestimmt. Am selben Tag noch war Georg im Reisebüro gewesen, hatte die Reise gebucht, vermutlich hatte er befürchtet sie könnte es sich sonst doch wieder anders überlegen.

Drei Wochen später waren sie auch schon abgeflogen, Richtung Afrika, hatten in einem wunderschönen Hotel, direkt am Meer ihre Zimmer bezogen. Das musste man Georg lassen, wenn er was machte, dann richtig. Er hatte wirklich eine gute Wahl getroffen. Allerdings war ihnen das Strandleben schon nach wenigen Tagen verleidet, schnell war eine Alternative gefunden, kurzentschlossen wurde eine mehrtägige Safari gebucht. Genaugenommen war dies natürlich seine Entscheidung gewesen, wie immer. Kreuz und quer durch die verschiedenen Nationalparks zu fahren, in komfortablen Lodges oder in nicht weniger komfortablen Zelten übernachten, abends am Lagerfeuer sitzen, das hörte sich auch für sie verlockend an. Abwechslungsreich und interessant sollten die Tage werden.

Abwechslungsreich war es auch wirklich geworden, zu abwechslungsreich. Glücklich waren sie aufgebrochen, mit dem Rucksack am Rücken und voller positiver Erwartungen, tieftraurig war sie zurückgekehrt.

Ein kleiner Moment nur, und alles kam anders als erwartet. Georg war im falschen Moment am falschen Ort gewesen. Warum sie sich hatten dazu überreden lassen nicht im selben Jeep mitzufahren, sie konnte es nicht sagen, wusste es nicht mehr. Kreuz und quer durchs unebene Land waren die Jeeps gefahren. Sie hatte zugesehen wie der Jeep, in dem Georg mitfuhr, langsam, fast wie in Zeitlupe, umgekippt war.

Langsam dämmerte es draussen, Georg lass uns gehen, sagte sie laut. Sie würden zum Strand gehen, würden ein letztes Mal gemeinsam aufs Meer hinausblicken, ein letztes Mal würde sie sich von Georg verabschieden.

Sie nahm die Tasche, die sie auf den Tisch gestellt hatte, umschlag sie mit beiden Armen, drückte sie fest an sich. Schnellen Schrittes ging sie mit Tränen in den Augen Richtung Meer, ein letztes Mal mit Georg, ab morgen würde sie den Weg alleine gehen müssen.

Georg würde nicht mehr mit ihr zurückkehren. Das Meer würde ihn behalten, er hatte sich dies so gewünscht, und sie hatte ihm noch nie einen Wunsch abschlagen können.

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vorbloggen … einfach ist das nicht

Lustiges 5 Comments

Mit vorbloggen hab ich überhaupt keine Erfahrung. Nein, ich blogge nie vor …

Aber jetzt musste ich. Meine Geschichte für Donnas Schreibprojekt musste vorgebloggt werden, weil ich morgen vermutlich nicht schon morgens am PC sein werde.

Also hab ich die Geschichte jetzt vorgebloggt … das war vielleicht eine Herausforderung.

Wie das mit dem vorbloggen geht, hab ich ja noch rausfinden können.

Aber dann wurde es richtig heftig, die Zeit musste gestellt werden. Sicher für einige ist das kein Problem … für mich schon, und ich will mich jetzt auch nicht mit es ist halt schon spät herausreden … mit Zeit umrechnen hab ich immer Probleme.

Hier haben wir aktuell fast 1 Uhr nachts, in Deutschland ist fast 2 Uhr nachts … und im Blog, ganz super, ist fast 3 Uhr nachts. Na toll … die Rechnerei fing an. Wie stell ich nun die Uhr, dass die Geschichte um 12 Uhr veröffentlicht wird?

Ich kann jetzt nur hoffen, dass ich die Zeit richtig gestellt habe … falls nicht, wird meine Geschichte halt eine Stunde zu früh, oder zu spät … oder wie auch immer veröffentlicht.

Aber eines ist sicher, sie ist geschrieben und gespeichert … sie wird erscheinen … irgendwann ;)

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