Dass Eltern durch Krankheit oder durch einen Unfall ihre Kinder verlieren ist tragisch, passiert aber tagtäglich auf unserer Welt. Ist nun mal nicht so, dass der Reihe nach gestorben wird.
Nicht alltäglich ist aber, dass Eltern für den Verlust ihres Kindes mit einer Entschädigungszahlung von 6,7 Millionen Franken rechnen können. Einem Elternpaar aus St.Gallen soll dies aber genauso passiert sein. Die Eltern verloren bei 9/11 ihren damals schon 32-jährigen Sohn, wie auch ihre schwangere Schwiegertochter. Die beiden hatten in einem der Unglücksflugzeuge gesessen.
Vom amerikanischen Staat wurde den Eltern dann ein Schmerzensgeld in Höhe von, sage und schreibe, 6,7 Millionen Franken bezahlt.
Allein diese Tatsache ist für mich schon eher schwierig zu verstehen. Natürlich hätte ich verstanden, hätte die Schwiegertochter nicht auch im Flugzeug gesessen, dass sie eine Entschädigungszahlung erhalten hätte, denn schliesslich hätte sie für das Kind des Todesopfers sorgen müssen.
Auch kann ich verstehen, dass Kinder, welche ihre Eltern bei 9/11 verloren, und noch von diesen finanziell abhängig waren, eine Entschädigungszahlung bekommen haben.
Aber warum denn Eltern eines erwachsenen Sohnes? Der Sohn wird doch wohl kaum für die Eltern finanziell aufgekommen sein? … und den seelischen Schmerz durch den Verlust eines Kindes kann man doch wohl kaum mit Geld lindern, oder etwa doch?
Hat Geld wirklich soviel Macht? Kann Geld einen Sohn ersetzen? Vergisst man die Trauer wenn man in Millionen baden kann?
Wie auch immer …
Nun möchten die Eltern für diese 6,7 Millionen Franken Schmerzensgeld in der Schweiz (und überhaupt) keine Steuern bezahlen.
In Amerika hätten sie dies auch nicht gemusst, da die Entschädigungszahlungen steuerfrei sind.
Die Eltern leben aber in der Schweiz und da wären solch hohe Entschädigungszahlungen nun mal nicht steuerfrei. Nun wird also gekämpft und geklagt …
Gekämpft damit amerikanisches Recht in der Schweiz angewendet werden könnte.
Aber hallo, hätten die Eltern doch auch einfacher haben können … wenn sie denn schon gar nichts von ihrem “Trost-Geld” abgeben wollen … hätten sie halt einfach auch nach Amerika auswandern sollen. Wie damals ihr Sohn.
Ich bin jedenfalls gespannt ob sie ihr egoistisches Ziel wirklich erreichen werden, und in der Schweiz wirklich amerikanisches Recht angewandt wird.
Ob dann auch die Todesstrafe eines Tages in der Schweiz eingeführt wird.